Massive 'Dead Zone' im Arabischen Meer ist die größte der Welt

Eine massive "tote Zone" im Arabischen Meer ist die größte der Welt, wie eine neue Studie zeigt.

Tote Zonen sind sauerstoffarme Meeresregionen, in denen nur wenige Organismen überleben können. Sie entstehen in Meerestiefen zwischen 200 und 800 Metern, wenn chemische Substanzen - typischerweise aus der menschlichen Umweltverschmutzung - das Algenwachstum ankurbeln, das Sauerstoff aufnimmt. Eine bedeutende sauerstoffarme Region ist seit Jahrzehnten im Golf von Oman erblüht, wurde aber zuletzt in den 1990er Jahren untersucht.

Kürzlich kehrten die Forscher in den Golf von Oman zurück und stellten fest, dass sich die tote Zone weit mehr als erwartet ausgedehnt hat, was ernste Bedenken hinsichtlich der Zukunft der lokalen Fischerei und Ökosysteme aufwirft, berichteten Forscher in einer neuen Studie. [Tote Zonen: Teufel im tiefen blauen Meer]

"Der Ozean ist erstickend", sagte Studienautor Bastien Queste, ein Meeresbiogeochemiker und Forschungsstipendiat der School of Environmental Sciences an der Universität von East Anglia in England, in einer Erklärung. "Alle Fische, Meerespflanzen und andere Tiere brauchen Sauerstoff, damit sie dort nicht überleben können."

Unzugängliche Region

Der Golf von Oman, der 18.000.000 Quadratkilometer umfasst, verbindet das Arabische Meer mit dem Persischen Golf. Wegen der politischen Instabilität der Region und der Bedrohung durch die Meerespiraterie ist sie Forschern lange Zeit tabu.

Aber ein Duo von Tauch-U-Booten, genannt Seagliders, erlaubte es den Wissenschaftlern kürzlich, die Todeszone aus der Ferne zu erforschen. Die langsam fahrenden autonomen Unterwasserfahrzeuge (AUVs) sind klein und leicht, und während sie sehr wenig Strom verbrauchen, sind sie in der Lage, Tausende von Kilometern zu fahren und Tiefen von etwa 1.000 Metern zu erreichen, so die Website des Herstellers.

Acht Monate lang sammelten diese AUVs Daten über den Sauerstoffgehalt und übermittelten ihre Messwerte dann per Satellit an die Wissenschaftler. Die Forscher verwendeten dann Computermodelle, um die Meeresströmungen zu visualisieren, die den Sauerstoff aus dem Arabischen Meer um den Golf zirkulieren ließen. Sie fanden heraus, dass die sauerstoffarme Region dramatisch angewachsen war und der geringe Sauerstoffgehalt, der früher in der abgereicherten Zone vorlag - basierend auf Daten aus den 1990er Jahren - stark abgeflossen war und größere Bereiche ohne Sauerstoff zurückließ.

Die Veränderung sei weitaus größer als von den bisherigen Computermodellen prognostiziert, berichteten die Studienautoren. Der beschleunigte Sauerstoffverlust könnte teilweise durch den Klimawandel erklärt werden, da wärmere Meerwasser in der Nähe der Meeresoberfläche die Retention und Zirkulation von Sauerstoff behindern, sagte Queste in der Erklärung.

Das Arabische Meer beherbergt laut der Studie viele Fischarten, darunter mehrere, die tolerant gegenüber sauerstoffarmen Bedingungen sind. Die Ergebnisse der Forscher zeigen jedoch, dass der Sauerstoffmangel im Golf von Oman weitaus schlimmer ist, als sie es sich vorstellten - und das ist nicht nur ein Problem für Meeresbewohner, sagte Queste.

"Es ist ein echtes Umweltproblem, mit ernsten Konsequenzen auch für Menschen, die sich auf die Ozeane für Nahrung und Beschäftigung verlassen", sagte Queste.

Die Ergebnisse wurden am 27. April in der Fachzeitschrift Geophysical Research Letters veröffentlicht.

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