Neues Ger├Ąt bietet Internet- und Telefondienste bei Katastrophen

Der Verlust einer Internetverbindung oder eines Telefondienstes kann sich für die meisten Menschen als unglaublich lästig erweisen, aber im Notfall kann dies eine Katastrophe bedeuten.

Während der Anschläge vom 11. September auf das World Trade Center blockierten hektische Anrufe die Mobilfunknetze, und Feuerwehrleute, Polizei und Krankenwagen konnten nicht einmal miteinander per Funk kommunizieren. Seitdem haben europäische Forscher versucht, eine Technologie zu entwickeln, die es Notfallhelfern ermöglicht, in den chaotischsten Situationen immer noch Telefon oder Internet zu benutzen.

Ihre Lösung: ein aufgerüsteter Router, der es einem speziell ausgerüsteten Kommandofahrzeug ermöglicht, über verfügbare drahtlose Netzwerke oder sogar Satellitenverbindungen den besten Internetzugang zu finden.

Der Notrufrouter ist intelligent genug, um die in einem Netzwerk verfügbare Bandbreite zu schätzen und zu entscheiden, ob er nach einer anderen suchen soll. Der Router wird auch als Zentrum eines mobilen lokalen Netzwerks dienen, in dem Einsatzkräfte miteinander in Kontakt bleiben können.

Notfallhelfer können ihr kleines lokales Netzwerk durch den Einsatz von batteriebetriebenen Knoten an Masten, Zäunen oder Stativen verstärken.
Die Knoten bilden ein drahtloses Relais-Backbone, das die Abdeckung des lokalen Netzwerks erweitert und es den Mitarbeitern ermöglicht, in einem größeren Bereich einer gegebenen Katastrophenszene in Verbindung zu bleiben - sei es in den Trümmern zerstörter Gebäude oder in einem mit Flugzeugwracks übersäten Feld.

Das System namens DeHiGate ermöglicht es Notfallkräften, in Krisensituationen ihr eigenes privates Netzwerk aufzubauen, das nicht durch externe Kommunikation blockiert werden kann.

Jeder Einsatzhelfer würde Mobiltelefone oder andere mobile Geräte tragen, die es ihnen ermöglichen, miteinander und mit dem Kommandofahrzeug zu sprechen, und vor Ort ein Video von der Katastrophe übertragen, sagte Vidar Karlsen, Manager der norwegischen Zweigstelle Das französische Elektronikunternehmen Thales, das an der Entwicklung des Systems beteiligt ist.

"Sie haben auch einen GPS-Empfänger und ihre Position wird auf einer [digitalen] Ressourcen-Karte im Kommandofahrzeug angezeigt", sagte Karlsen zu TopTENreviews.

Wenn es dem Router des Befehlsfahrzeugs gelingt, eine Internetverbindung zu finden, kann er auch das Befehlsfahrzeug mit einer Notzentrale verbinden und Sprachkommunikationen oder Video an das Hauptquartier weiterleiten.

Thales leitete die Entwicklung von DeHiGate als ein gemeinsames Projekt namens CELTIC, an dem norwegische, finnische und spanische Telekommunikationsunternehmen und -forscher beteiligt waren.

DeHiGate wurde während einer zweitägigen Katastrophensimulation in Finnland Feldtests unterzogen. In diesem Fall bauten die Forscher temporäre Stationen auf, auf denen Feuerwehrleute Anrufe tätigen, das Internet nutzen und Videomaterial von der Scheinkatastrophe an das Hauptquartier senden konnten.

Die Feuerwehrleute gaben DeHiGate größtenteils den Daumen, schlugen aber einige Optimierungen vor, wie zB Wärmebildkameras, die durch Feuer und Rauch hindurchsehen können.

Seit der Fertigstellung des Projekts haben verschiedene Unternehmen DeHiGate für eine mögliche kommerzielle oder militärische Nutzung weiterentwickelt. Verbraucher werden es wahrscheinlich bald nicht mehr in den Ladenregalen sehen, aber sie sollten die Technologie nicht abwerten - es könnte eines Tages dazu beitragen, ihr Leben zu retten.

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