Dinosaurier könnten den Asteroiden überlebt haben, wenn er fast überall getroffen hätte

Das Zeitalter der Dinosaurier fand ein unwahrscheinliches Ende - weil die kosmische Wirkung, die es fast überall auf dem Planeten traf, die "schrecklichen Eidechsen" noch immer die Erde durchstreifen würden, findet eine neue Studie heraus.

Der Einschlag eines etwa 10 Kilometer (6 Meilen) großen Asteroiden vor etwa 66 Millionen Jahren führte zu einem Krater von mehr als 110 Meilen (180 km) in der Nähe der heutigen Stadt Chicxulub (CHEEK-sheh-loob) auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán. Der Meteorschlag hätte so viel Energie freigesetzt wie 100 Billionen Tonnen TNT, mehr als eine Milliarde Mal mehr als die Atombomben, die Hiroshima und Nagasaki zerstörten. Die Explosion soll das Zeitalter der Dinosaurier beendet haben und mehr als 75 Prozent aller Land- und Seetiere töten.

Frühere Arbeiten deuteten darauf hin, dass der Chicxulub-Einschlag riesige Mengen an Asche, Ruß und Staub in die Atmosphäre befördert hätte, wodurch die Menge an Sonnenlicht, die die Erdoberfläche erreichte, um bis zu 80 Prozent gedrosselt wurde. Dies hätte zur Folge, dass sich die Erdoberfläche schnell abkühlen würde, was zu einem sogenannten "Impact-Winter" führte, der die Pflanzen vernichtet hätte und einen globalen Zusammenbruch der terrestrischen und marinen Nahrungsnetze verursacht hätte. [Wipe Out: Geschichte 7 Mysteriöseste Aussterben]

Um zu erklären, warum der Chicxulub-Einschlagswinter so katastrophal war, deuteten japanische Wissenschaftler früher an, dass die superhohen Trümmer des Meteoriteneinschlags nicht nur Waldbrände auf dem Planeten verursachten, sondern auch mit Kohlenwasserstoffmolekülen wie Öl beladene Gesteine ​​entzündeten. Sie berechneten, dass solche öligen Gesteine ​​riesige Mengen an Ruß erzeugt hätten.

Die Menge an Kohlenwasserstoffen in Gesteinen ist je nach Standort sehr unterschiedlich. In der neuen Studie analysierten die japanischen Forscher die Orte auf der Erde, an denen ein Asteroideneinschlag stattgefunden haben könnte, um das Ausmaß der Verwüstung zu verursachen, die mit dem Chicxulub-Ereignis beobachtet wurde.

Die Wissenschaftler finden nun, dass der Asteroid, der die Dinosaurier ausgelöscht hat, zufällig einen unglücklichen Punkt getroffen hat - wäre er in etwa 87 Prozent irgendwo anders auf der Erde gelandet, hätte das Massensterben vielleicht nicht stattgefunden.

"Die Wahrscheinlichkeit für das Massensterben betrug nur 13 Prozent", sagte Studienleiter Kunio Kaiho, Geochemiker an der Tohoku Universität in Sendai, Japan.

Die Wissenschaftler führten Computermodelle durch, die die Rußmenge simulierten, die der Asteroid je nach der Menge an Kohlenwasserstoffen im Boden erzeugt hätte. Sie schätzten als nächstes die Klimaeffekte, die durch diese unterschiedlichen Auswirkungen verursacht wurden.

Die Forscher berechneten das Ausmaß des Klimawandels, das erforderlich ist, um ein Massensterben zu verursachen, bei einem Rückgang der weltweiten durchschnittlichen Oberflächenlufttemperaturen um 8 bis 10 Grad Celsius (14,4 bis 18 Grad Fahrenheit). Dies würde einen Asteroideneinschlag beinhalten, der 385 Millionen Tonnen (350 Millionen Tonnen) Ruß in die Stratosphäre schickt.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass ein Massensterben nur dann von dem Aufprall hätte eintreten können, wenn er 13 Prozent der Erdoberfläche getroffen hätte, einschließlich Land und Ozeanen. "Wenn der Asteroid ein niedriges bis mittleres Kohlenwasserstoffgebiet auf der Erde getroffen hätte und etwa 87 Prozent der Erdoberfläche besetzt hätte, hätte das Massensterben nicht stattfinden können", sagte Kaiho gegenüber Live Science.

Die Wissenschaftler analysieren auch das Ausmaß des Klimawandels, der durch große Vulkanausbrüche verursacht wurde, die zu anderen Massensterben beigetragen haben könnten, sagte Kaiho. "Es ist zu hoffen, dass die Ergebnisse zu einem besseren Verständnis der Prozesse hinter diesen Massensterben führen werden."

Kaiho und seine Kollegin Naga Oshima vom meteorologischen Forschungsinstitut in Tsukuba, Japan, haben ihre Ergebnisse heute (9. November) online in der Zeitschrift Scientific Reports veröffentlicht.

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