Glühbirnen tatsächlich hellen Ideen sprühen, Studie enthüllt

Die Glühbirnen könnten gute Ideen fördern, finden Wissenschaftler jetzt.

Das Konzept, dass man zu einer Einsicht gelangt, ist ähnlich wie ein Licht in einen dunklen Ort zu werfen, das zumindest auf Plato zurückgeht. Es war diese philosophische Analogie, die den Sozialpsychologen Michael Slepian an der Tufts University dazu brachte, sich zu fragen, ob Glühbirnen tatsächlich Einsichten vermitteln könnten.

"Einblicke wurden seit Jahrzehnten studiert; es ist immer noch ein sehr mysteriöses Phänomen", sagte Slepian.

Die Forscher wollten zuerst sehen, ob Glühbirnen tatsächlich unbewusst mit der Erleuchtung in den Köpfen der Menschen verbunden sind. In einem vorläufigen Experiment beobachteten 73 College-Studenten, wie Wörter über einen Computerbildschirm geblitzt wurden. Sie sahen 10 mit Einsichten assoziierte Wörter - wie zum Beispiel: Erstelle, konzipiere und ersehe -10 andere Wörter und 20 Nicht-Wörter. Sie wurden dann gebeten, so schnell und so genau wie möglich zu antworten, wenn das, was ihnen gezeigt wurde, ein Wort oder ein Nicht-Wort war.

Vergleichen von Glühbirnen

Die Schüler hatten entweder eine blanke, nicht beschattete Glühbirne mit 25 Watt oder eine fluoreszierende Deckenlampe im Raum. Freiwillige, die der Glühbirne ausgesetzt waren, reagierten schneller auf Wörter, die mit Einsichten verknüpft waren, als andere Wörter, und unterstützten die Vorstellung, dass Glühbirnen tatsächlich mit Einsichten in ihren Köpfen verbunden waren.

Um zu sehen, ob Glühbirnen tatsächlich Einsichten vermitteln könnten, gaben Slepian und seine Kollegen als nächstes den Schülern räumliche, mathematische und verbale Probleme zu lösen und hatten entweder eine nackte Glühbirne oder ein über Kopf fluoreszierendes Licht in dem Raum angestellt, das Teil des Problems war. Die Probanden lösten die Probleme entweder schneller oder öfter mit der Glühbirne als mit dem Fluoreszenzlicht.

"Unsere Umgebung kann unsere Kreativität beeinflussen", sagte Slepian gegenüber LiveScience.

Zum Beispiel in den Experimenten:

  • Neunundsiebzig Studenten erhielten drei Minuten, um ein Problem zu lösen, bei dem sie vier in einem Quadrat angeordnete Punkte durch Zeichnen von drei verbundenen geraden Linien verbinden mussten. Sie durften den Bleistift nicht von der Seite heben oder eine Linie zurückverfolgen und mussten die Zeichnung an dem Punkt beenden, an dem sie begonnen hatte. (Dies beinhaltet das Zeichnen eines Dreiecks.) Freiwillige, die der Glühbirne ausgesetzt waren, lösten das Problem doppelt so oft wie diejenigen, die das Fluoreszenzlicht erhielten.
  • Achtunddreißig College-Studenten wurden Sätze von drei Wörtern gegeben und gesagt, um ein anderes Wort zu finden, das eine Verbindung mit allen drei bilden könnte. Zum Beispiel könnte eine Dreiergruppe von Wörtern aus "Druck", "Beere" und "Vogel" bestehen, wobei die Antwort "blau" ist. Die Glühbirne führte Freiwillige dazu, 70 Prozent mehr Triaden korrekt zu lösen.

"Was mich an diesen Ergebnissen am meisten überrascht, ist, dass etwas so schwer fassbares wie der Prozess der Einsicht durch ein subtiles Merkmal unserer Umwelt beeinflusst werden kann", sagte Slepian. "Viel Forschung hat Einsichten diskutiert, als ob es etwas ganz Inneres für die Person ist, dass es etwas ist, was in dir passiert und was wir in mehreren Studien gefunden haben, ist, dass etwas Äußeres die Einsicht beeinflussen kann."

Ein weiterer Test

Für den Fall, dass die Qualität des Fluoreszenzlichts diese Ergebnisse irgendwie beeinflussen sollte, wiederholten die Wissenschaftler das Wort Triadenexperiment mit einer blanken, unbeschatteten Glühbirne und einer beschatteten Glühbirne. Freiwillige arbeiteten mit der nackten Glühbirne besser als mit der schattierten Glühbirne.

"Unsere Ergebnisse sind kein Ergebnis der Beleuchtungsstärke oder Art der Beleuchtung, sondern sind eine Funktion der Exposition gegenüber dem Symbol der Einsicht, der Glühbirne", erklärte Slepian.

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass es mehr als Licht braucht, um Erleuchtung zu fördern. Stattdessen schlagen die Forscher vor, dass unsere Gehirne günstig auf nackte Glühbirnen reagieren, weil sie bekannte Symbole der Einsicht sind. Diese Art von sogenanntem "Priming-Effekt" wurde schon früher in der Psychologie beobachtet - zum Beispiel, wenn Wirtschaftsakteure wie Aktentaschen gezeigt werden, spielen Menschen ökonomischere Spiele kompetitiver und der Kontakt mit der amerikanischen Flagge löst aggressive Verhaltenstendenzen aus regelmäßige Nachrichtenbeobachter, vielleicht weil die Vereinigten Staaten oft in den Nachrichten mit Angriffen sowohl gegen als auch von anderen Parteien verbunden sind.

Diese Ergebnisse könnten praktische Anwendungen in Schulen und am Arbeitsplatz haben.

"Kreativität ist ein wichtiges Gut, und über individuelle Unterschiede in der Kreativität hinaus finden wir etwas so Subtiles, wie eine leuchtende Glühbirne in unserer Umgebung Einblicke ermöglichen und so zu kreativeren Lösungen für Probleme führen kann", sagte Slepian. "Es wäre faszinierend zu sehen, ob das im Klassenzimmer oder am Arbeitsplatz funktioniert."

Diese Ergebnisse werden in der Juli-Ausgabe des Journal of Experimental Social Psychology veröffentlicht.

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