Ergänzen Omega-3-Ergänzungen wirklich Herzinfarkt-Risiko?

Für Menschen mit einem hohen Risiko für Herzerkrankungen scheint die Einnahme von Omega-3-Fettsäure-Ergänzungsmitteln das Risiko für Herzinfarkte oder Schlaganfälle nicht zu verringern, wie eine neue Übersichtsarbeit zeigt.

Frühere Forschungen haben ergeben, dass Menschen, die regelmäßig Fisch essen - der einen hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren enthält - ein geringeres Risiko haben, an Herzkrankheiten zu sterben. Aber andere Studien, die untersucht haben, ob die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren Supplements das Risiko von Herzerkrankungen oder Schlaganfall senken könnte, hatten gemischte Ergebnisse. Einige fanden heraus, dass die Einnahme dieser Nahrungsergänzungsmittel, manchmal als Fischölpräparate bezeichnet, das Risiko für Todesfälle durch Herzerkrankungen senkt, während andere Studien keinen Nutzen gefunden haben.

Der neue Bericht analysierte Daten aus 10 Studien mit insgesamt fast 78.000 Menschen. Diese Teilnehmer wurden nach dem Zufallsprinzip für mindestens ein Jahr zur täglichen Einnahme von Omega-3-Fettsäuren oder einem Placebo eingeteilt. Alle Teilnehmer hatten entweder eine Herzerkrankung oder hatten einen Schlaganfall erlitten oder hatten ein hohes Risiko für diese Erkrankungen. Insbesondere hatten etwa zwei Drittel der Teilnehmer eine Herzerkrankung, 30 Prozent hatten einen Schlaganfall und 37 Prozent hatten Diabetes, was das Risiko für Herzerkrankungen erhöht. [9 neue Wege, um dein Herz gesund zu halten]

Die Forscher fanden heraus, dass nach etwa vier Jahren Teilnehmer, die Omega-3-Präparate einnahmen, genauso wahrscheinlich einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erlitten hatten oder an Komplikationen einer Herzerkrankung sterben, wie diejenigen, die die Nahrungsergänzungsmittel nicht eingenommen hatten.

Die Ergebnisse waren die gleichen, unabhängig vom Geschlecht der Teilnehmer, der Geschichte der Herzerkrankung, dem Cholesterinspiegel oder der Anwendung der Statin-Therapie zur Senkung des Cholesterinspiegels.

Die Ergebnisse stehen im Gegensatz zu Richtlinien der American Heart Association, die Omega-3-Fettsäure-Nahrungsergänzungsmittel für Menschen mit koronarer Herzkrankheit oder Herzinsuffizienz empfiehlt.

Der neue Bericht "bietet keine Unterstützung für aktuelle Empfehlungen für die Verwendung solcher Ergänzungen" für Menschen mit Herzerkrankungen, so die Schlussfolgerung der Forscher.

Dennoch stellten die Forscher fest, dass die Teilnehmer bei ihrer Überprüfung etwa 1.000 Milligramm Omega-3-Fettsäuren pro Tag zu sich nahmen, und es bedarf weiterer Forschung, um zu beurteilen, ob höhere Dosen der Ergänzungsmittel für Patienten mit Herzerkrankungen von Vorteil sein könnten.

Die Studie wurde heute online (31. Januar) in der Zeitschrift JAMA Cardiology veröffentlicht.

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